Um auf einer Zugreise von Nürnberg nach Berlin nicht ohne Internet dazustehen, aber trotzdem nicht dem ganzen ICE-Wagen WiFi bereitzustellen (bei der normalen Tethering-Option wird ja ein Wlan erstellt) habe ich mich nach günstigen Varianten umgeschaut, mit denen USB-Tethering unter MacOS X möglich ist. Die Variante mit dem Android SDK und Azilink war mir etwas zu kompliziert, sodass als App-Alternative “EasyTether” herhalten musste.
Dabei gibt es nur wenig zu beachten: zuerst den Treiber herunterladen (funktioniert auch mit Windows und Ubuntu Linux) und die App auf dem Handy (in meinem Fall ein ZTE Blade) installieren. Außerdem muss auf dem Android-Handy noch unter “Einstellungen” -> “Anwendungen” -> “Entwicklung” das “USB-Debugging” aktiviert werden. Ist dann der Treiber unter Mac OS X installiert, sollte automatisch eine neue Netzwerkschnittstelle gefunden werden. Diese kann dazu verwendet werden, um über das Handy ins Internet zu gehen – was bei mir zuhause super funktioniert hat (ein Test “On-the-Road” steht aber noch aus).
Von EasyTether gibt es zwei Varianten: eine kostenpflichtige und eine kostenlose Lite-Version. Der Unterschied: in der Lite-Version werden UDP-Verbindungen sowie HTTPS nach einer gewissen Zeit blockiert – in der Bezahl-Version gibt es diese Einschränkung nicht. Zum normalen Surfen reicht aber auch die kostenlose Version.
Beim HTC Desire gibt es derzeit Verwirrung darum, ob das Gerät Android 2.3 “Gingerbread” bekommt oder auf Android 2.2 hängen bleibt. Hieß es gestern, dass der Speicher nicht ausreichen würde, um Android 2.3 mit HTC Sense zu installieren, gab es heute eine gegenteilige Meldung. Offen bleibt aber, wann das Update kommt, ursprünglich von HTC angesagt war Ende Juni, was nur noch wenige Tage Zeit wären – gebrandete Geräte erhalten ihre Updates in der Regel noch später.
Ursprung für die Verwirrung so ein Mißverständnis zwischen Entwicklungsabteilung und Pressestelle gewesen sein – trotzdem hat es der Community einen Schrecken eingejagt, gibt es doch immer wieder Hersteller, die ihre nicht besonders alten Geräte nicht mehr mit neuen Android-Versionen versorgen. Auch die von HTC versprochene Öffnung des Bootloaders, mit der Community-Version wie CyanogenMod installiert werden können, ist noch nicht umgesetzt – vielleicht wird dies mit dem kommenden Update mit erledigt.
Manchmal überrascht auch ein großer Hersteller wie Samsung: wie einer der CyanogenMod-Entwickler via Twitter bekannt gab hat Samsung ein Galaxy S2 (das aktuelle Top-Modell des Herstellers) bereitgestellt, um die Anpassung des CyanogenMod an das Gerät. Das ist in sofern bemerkenswert, dass sich normalerweise die Hersteller gegen alternative Firmware gewehrt haben. Langsam scheint dort ein Umdenken einzusetzen: auch HTC hat den Bootloader freigegeben, sodass auch hier Alternativen entwickelt werden können.
Eigentlich sollten alternative Android-Versionen überhaupt nicht nötig sein: würden die Hersteller ihre Geräte jeweils zeitnah auf die aktuelle Android-Version bringen, bräuchte es die Arbeit der freiwilligen Entwickler nur noch, um zum Beispiel Funktionen wie die Übertaktungsmöglichkeiten freizuschalten. Auch wenn das derzeit noch utopisch erscheint ist es doch ein guter Schritt, wenn die Hersteller nach und nach einsehen, dass die Modding-Community nicht aufzuhalten ist und das man vielleicht sogar den Wert des eigenen Geräts verbessern kann, in dem man sie unterstützt.
Das Xperia Play soll sowohl Android-Smartphone als auch mobile Spielekonsole sein. Deswegen hat es Sony mit dem Label “Playstation certified” ausgestattet. Anders als sonst bei Handys mit Spieleunterstützung gibt es komplette Eingabegeräte, die unter dem Display ausgezogen werden. Die Spieleplattformen, die das Xperia Play unterstützt, ist im wesentlichen Android, wobei es auch spezielle an die Steuerung angepasste Android-Spiele gibt. Anders als es vielleicht zu erwarten wäre laufen Spiele für die erste Playstation Portable nur, wenn sie für die Steuerung des Xperia Play angepasst wurden. Das ist längt noch nicht für alle Titel der Fall, immerhin funktionieren die bisher portierten Spiele wohl recht gut.
Die Golem.de-Redaktion hat einen Test des Xperia Play verfasst und diesen auch mit einem Video untermauert:
Ob das Gerät sich tatsächlich als mobiles Gaming-Device wird durchsetzen können hängt im Wesentlichen von der Verbreitung ab – ein einzelnes Modell dürfte es hier schwer haben, andere Entwickler dafür zu begeistern.
Wie Golem.de berichtet hat Motorola recht überraschend Android 2.2 für das Motorola Milestone freigegeben. Das Update muss über einen PC installiert werden und wird nicht “Over-the-Air” verteilt, die entsprechende Software steht nur für Windows zur Verfügung. Anscheinend ist das Update, welches das Milestone nocht einmal auf die aktuelle Version 2.3 bringt, recht halbherzig: Nutzer berichten von Problemen, die womöglich auf Fehler im verwendeten Linux-Kernel zurückzuführen sind: so soll es bei UMTS- und WLAN-Verbindungen immer wieder zu Aussetzern kommen und auch die GPS-Ortung nicht richtig funktionieren. Ebenfalls problematisch: das Gerät wechselt nicht mehr korrekt in den Standby-Modus, sodass der Akku auch ohne Benutzung nach 10 Stunden leer ist.
Eigentlich sollte das Update erst am 23. März erscheinen, Motorola hat es dann ohne weiteren Kommentar vorgezogen. Warum es allerdings nicht fehlerfrei ist bleibt Motorolas Geheimnis – gute Produktpflege sieht anders aus. Auch ob bald nachgebessert wird ist noch unklar. Testberichte zum Motorola Milestone gibt es auf Testfreaks.com.
Man kann es eigentlich nicht oft genug ankreiden: die Hersteller von Android-Smartphones sind immer noch nicht in der Lage, mit Google Schritt zu halten und Updates auf die jeweils aktuelle Android-Version zeitnah zu veröffentlichen. Als einer der ersten nach Google selbst will nun Samsung das Galaxy S im im März auf die aktuelle Version 2.3 updaten. HTC plant ein entsprechendes Update laut Golem.de erst im April, von den anderen Herstellern wie Motorola sind wahrscheinlich keine zeitnahen Updates zu erwarten.
Was ist so kompliziert, als Handy-Hersteller das jeweils aktuelle Betriebssystem anzubieten? Die Gemeinde der alternativen ROM-Anbieter schafft es ja auch, nicht allzu sehr hinterher zu sein – an der Manpower kann es also kaum liegen. Bleiben wirtschaftliche Gründe, wobei es aus meiner Sicht vermessen ist von den Handyherstellern, davon auszugehen, eine restriktive Update-Politik würde dazu führen, dass die Kunden öfter ein neues Handy kaufen. Kunden kann man auch mit gutem Support für bestehende Kunden dazu gewinnen…
Nach dem Nexus One folgt das Nexus S, welches heute vorgestellt wurde. Das neue Google-Phone wird von Samsung herstellt, verfügt über einen 1-GHz-Hummingbird-Prozessor und ein Display mit 800×480 Pixel Auflösung. Wichtigste Neuerung: Android 2.3, welches noch einmal schneller sein soll als das aktuelle Android 2.2. Ebenfalls neu in Android-OS: Unterstützung für Gyroskope (ein Drei-Achsen-Modell ist im Nexus S eingebaut) und für Near Field Communication (NFC).
Damit ist das neue Lead-Modell für Googles Android offiziell: nicht mehr HTC sondern Samsung baut das neue Gerät, welches dem Galaxy S durchaus ähnlich scheint. Wie immer bei den offiziellen Google-Geräten soll das Nexus S das “unverfälschte” Google-Android-Erlebnis.
Die Frage ist nun, wann auch andere Geräte in den Genuß von Android 2.3 kommen – bisher ist noch einmal Android 2.2 für alle Geräte verfügbar, und es nicht abzusehen, dass dies nun besser wird.
Ein User der PCTweaks.de-Community, “4000″, hat das Android-Tablet Streak von DELL einem Lesertest unterzogen. Dabei wird natürlich eine Userperspektive abgebildet und kein “professioneller” Test – trotzdem ist es interessant zu lesen, was ein normaler User von DELLs Streak hält, welches halb Tablet, halb Smartphone ist.
Leider auch hier: Android 1.6 – DELL hat aber schon ein Update auf das aktuelle Android 2.2 angekündigt.
Samsung hat das Versprechen war gemacht und ein Update auf Android 2.2 für das High-End-Smartphone Galaxy S veröffentlicht. Dieses muss zwar über die Samsung-eigene Update-Software installiert werden, aber immerhin gibt es überhaupt ein offizielles Update. Mit dabei sind natürlich die neuen Funktionen wie der Flash 10.1-Support und die allgemeinen Geschwindigkeitsverbesserungen, sodass man als User nicht auf das Update verzichten sollte.
Wenn Samsung in sachen Android-Updates (womit sich immer noch alle Hersteller schwer tun) die Vorreiterrolle übernimmt könnte dies durchaus positiv auf die Verkaufszahlen wirken – gerade interessierte Kunden werden hoffentlich darauf achten, dass jeweils die aktuelle Android-Version auf ihrem Gerät läuft.
Samsung bringt mit dem Galaxy 551 ein Einsteiger-Gerät auf den Markt, welches über eine Volltastatur verfügt und damit ein wenig an das Motorola Milestone erinnert. Da das Galaxy 551 aber nur ein Einsteiger-Gerät ist fallen die Hardware-Daten etwas bescheidener aus: der 3,7 Zoll große Touchscreen liefert nur eine Auflösung von 400×240 Pixeln, die integrierte Kamera löst mit 3 Megapixeln auf und der Prozessor taktet mit 667 MHz. Neben der Display-Auslösung könnte sich der Speicherausbau im Alltag als Problem erweisen: nur 160 Megabyte stehen für Anwendungen, die sich nicht auf einer Speicherkarte installieren lassen, zur Verfügung.
Immerhin: Samsung setzt auch bei seinem Einsteiger-Gerät auf Android 2.2 inklusive angepasster TouchWiz-Oberfläche – die Arbeitsgeschwindigkeit sollte also in Ordnung sein. Offiziell soll das Galaxy 551 ab November im Handel verfügbar sein, Preisvergleiche listen es aber schon ab 249 Euro.